Das ist unser Flugplatz:


Unser Flugplatz



Modellflugplatz Heidmoor auf einer größeren Karte anzeigen.


Unser Flugplatz liegt am Rand der Gemeinde 24632 Heidmoor an der Verbindungsstraße Heidmoor - Lentföhrden.
Für stolze Navi-Besitzer die Position:
N53grad50.626'
E9grad51.291'
oder
Lat.53,843767
Long.9,854842

Das Flugfeld besteht aus einer Grasfläche von 100 x 100 m Größe. Damit kann der Flugbetrieb je nach vorherrschender Windrichtung ausgerichtet werden. Der Platz hat eine Standard-Zulassung für maximal 25 kg Abflugmasse für alle Arten von Modellen. Höhere Modellgewichte sind nur auf Voranmeldung und nach kostenpflichtiger Sondergenehmigung der Luftfahrtbehörde Kiel möglich. In der Regel stellen wir solche Anträge nur zu besonderen Anlässen, z.B. unseren Flugtag. Für Jet-Modelle ist der Platz nur bedingt geeignet, da eine Hartpiste nicht vorhanden ist. Die maximale Pistenlänge auf Gras beträgt aber 140 m abhängig von der Windrichtung.

Außerdem ist eine Ruhe- und Pausenzone etwa 150 m vom Flugfeld entfernt in einem kleinen Wäldchen angelegt. Dort befindet sich auch ein Regenunterstand und unser Campingplatz. Campen wird aber nur zu unseren Flugtagen erlaubt und ist den Rest des Jahres untersagt. Besucher mögen bitte beachten, daß Sanitäre Einrichtungen nur zum Anlaß von Veranstaltungen vorhanden sind. Auch 230 V Netzspannung ist nicht vorhanden, es sei denn es werden Stromaggregate mitgebracht.

In unserer Geschichte ist dieser Platz schon der dritte, den wir und unser ehemaliger Partnerverein seit 1995 befliegen können. Vorher lagen wir etwa 600 m weiter nördlich, etwas bescheidender in den Ausmaßen und der Gemarkung Lentföhrden zugehörig. Die Verlegung wurde aufgrund von Naturschutzbedingungen notwendig, da das alte Gelände in direkter Nähe zu einem Moor lag. Anfänglich hatten wir uns nur widerwillig mit dem Umzugsgedanken einlassen wollen, war die Lage doch ruhig und von der Straße aus nicht einsehbar. Diese Lage fanden aber leider auch andere Zeitgenossen günstig, sodaß wir mehrere Einbruchdiebstähle verkraften und mehrmals Rasenmäher beschaffen mußten. Nach wenigen Jahren der Gewöhnung auf dem heutigen Platz sind wir inzwischen der Meinung, dass ein mehr an Luxus zu erreichen unwahrscheinlich ist und die ehemals ablehnende Haltung kaum mehr nachvollzogen kann: rundum freie Bahn, oder besser freier Luftraum. Doch es besteht noch immer eine latente Umzugsgefahr, da Pläne für einen Ersatzflughafen Hamburgs - geplant in Kaltenkirchen - in den Schubladen schlummern. Die Planungen für den Flughafen Kaltenkirchen begannen bereits Ende der 50iger Jahres des letzten Jahrhunderts und folglich begannen der Flughafen Hamburg und die Stadt Hamburg ab Mitte der 60iger Jahre die notwendigen Flächen aufzukaufen. Bis heute sind diese Pläne zwar nicht realisiert worden, aber der Flughafen Hamburg hält nach wie vor an den Grundstücken die Eigentümerschaft. Die Flächen sind größtenteils an die Landwirtschaft zur Nutzung verpachtet, die Fläche unseres Modellflugplatzes wurde den Mitgliedern der seinerzeitigen Modellfluggruppe des Sozialwerk der Flughafen Hamburg GmbH e.V, später dann Sport und Freitzeit (S+F) - im Freizeit- und Familienservice der Flughafen Hamburg GmbH (FHG) , zur Nutzung überlassen. Mit Bezug des heutigen Platzes haben sich die Modellflieger des Lufthansa Sportverein Hamburg e.V. (LSV) durch einen Nutzungsvertrag mit S+F die Nutzungsrechte gegen einen Pachtzins gesichert. Seit 01.01.2016 ist nun der Lufthansa Sportverein Betreiber und Erlaubnisinhaber für dieses Modellfluggelände.

Die heutige Gemeinde Heidmoor besteht erst seit 1951, aber die Gegend um unseren Platz herum hat schon eine interssante Geschichte (mehr dazu unter dem Link: http://www.gemeinde-lentfoehrden.de/Verzeichnis/Bilder_alt/Heidmoor.htm )

Auch der Flugplatz Kaltenkirchen ist keine Erfindung aus den 50iger Jahren, sondern war im 2. Weltkrieg bereits Einsatzplatz der Luftwaffe der Wehrmacht. Der Platz lag zwischen der heutigen B4 und der Stadt Kaltenkirchen und hatte sogar gegen Ende des Krieges Betonpisten erhalten um für die seinerzeit modernsten Turbinenmuster Me 262 und Arado 234 geeignet zu sein. Nach Ende des Krieges nahmen die englischen Besatzungstruppen den Platz ein und sprengten die Betonpisten um den Platz unbrauchbar zu machen. Er diente dann einige Zeit als Sammellager für allerlei Kriegsgerät und Militärfahrzeuge. Heute ist das Areal Übungsgelände der Bundeswehr. Auf Google Maps lassen sich heute noch recht gut die alten Strukturen der Luftwaffenvergangenheit erkennen. Mehr zum Luftwaffenflugplatz Kaltenkirchen unter dem Link: http://www.luftfahrtspuren.de/kaki.htm

Etwas nördlich unseres heutigen Modellflugfeldes, in etwa dem Bereich unseres alten Platzes standen schon einmal Holzflugzeuge in der Landschaft. Dieser Bereich war als Scheinflugplatz zum Schutz des reellen Flugplatz Kaltenkirchen angelegt und sollte feindliche Bomberangriffe ablenken. Wenn man sich unseren Platz heute mit Google Maps mit der Satellitenansicht betrachtet, kann man nordwestlich des Platzes noch diverse Bombentrichter und Strukturen im Boden erkennen, die auf ehemalige Gebäude oder militärische Einrichtungen schließen lassen.